Niedrigschwellige Beteiligungsverfahren als Türöffner für umstrittene Bauvorhaben

von Philipp Krtschil

Seit langem gärt in der Lokalpolitik Feldbergs die Frage, ob – und wenn, in welcher Form – eine Badeanstalt auf dem dem Amtswerder, dem historischen Ortskern der vom Tourismus geprägten Ortschaft errichtet wird.

Die Debatte bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen knappen Haushaltsmitteln, beschränkter Bebauungspläne, einem historischen Vorbild und den Bedenken der anwohnenden Bürger und Touristikern. Da bereits schon vor 1990 die Diskussion entbrannte und bis heute aufgrund verschiedenster Bedenken und Vorraussetzungen kein Ergebnis vorliegt, bat sich die zoneEINZ als ortsansässiges Unternehmen der Gemeindeverwaltung an, ein zeitgemäßes Konzeptpapier auf Grundlage einer Bürgerbefragung zu entwickeln.

Nachderm das Angebot von der Gemeinde dankbar angenommen wurde, konnte die zoneEINZ mit einem Expertenteam aus einem Strategieberater, einer Kommunikationsdesignerin, zwei Analysten und einer Architektin mit der Erstellung und Durchführung der Umfrage beginnen.

Damit der Gemeinde kein Schwarz-Weiß-Konzept (Badeanstalt ja/nein) vorgelegt wird, hat sich das Team entschieden, modularer vorzugehen. Abgefragt wurden vor allem die Erwartungen an eine Badeanstalt, die an Finanzierungsmöglichkeiten (Eintritt, Verpachtung von Gastronomieflächen) geknüpft waren. Die Ergebnisse der Befragung spiegeln zum Teil deutlich die Verhältnisse, aufgrund derer bis dato noch keine Lösung für die Causa Badeanstalt Amtswerder gefunden werden konnte.

Dennoch gelang es der zoneEINZ, vor allem mit Unterstützung der auf dem Amtswerder angesiedelten Organisationen (Sportverein, Touristiker), ein schlüssiges Gesamtkonzept zu formulieren. Dieses harrt nun der Verwirklichung durch die Gemeinde, die in einer Gemeindevertretersitzung das vorliegende Papier bereits bestätigt hat.

Um ein endgültiges Fazit aus dem Projekt zu ziehen, ist es wahrscheinlich noch zu früh. Allerdings kann schon jetzt behauptet werden, dass der Gemeindevertretung ein hilfreiches Instrument an die Hand gegeben wurde, innehalb der bisher undurchsichtigen Gemengelage die Tendenzen der betroffenen Bevölkerung zu erkennen um anschließend nach diesen fundierte Entscheidungen treffen zu können.

Da dies ein öffentlicher Auftrag war, können wir die Ergebnisse veröffentlichen:

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